Glas, Technik und Tiere vertragen weder Stöße noch Kälte, deshalb braucht ein Aquarium-Umzug mehr Vorbereitung als der Rest des Hausrats. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du Becken, Wasser und Bewohner getrennt voneinander verpackst, wie die Fahrt im Transporter ruhig verläuft und worauf du beim Aquarium-Umzug in Castrop-Rauxel besonders achten solltest.
Erst die Tiere, dann das Becken: die richtige Reihenfolge
Fische und Wirbellose ziehen als Erstes aus. Fange sie mit einem Kescher und setze sie in saubere, verschließbare Eimer oder Transportbeutel, die mit altem Beckenwasser gefüllt sind. So bleiben Temperatur und Wasserwerte stabil. Die Beutel stellst du in eine Styroporbox oder Kühltasche, damit die Tiere unterwegs weder auskühlen noch überhitzen.
Danach schaltest du Heizstab, Filter und Pumpe aus und ziehst die Stecker. Das Filtermaterial bewahrst du in einem Eimer mit Beckenwasser auf, damit die nützlichen Bakterien nicht austrocknen. Pflanzen kommen feucht verpackt in eine Schale, Steine und Dekoration wickelst du einzeln in Zeitungspapier. Erst wenn alles ausgeräumt ist, lässt du das Becken leer laufen und nimmst auch den Bodengrund heraus.
Glas, Rahmen und Unterschrank gut polstern
Ein leeres Becken ist leichter, aber nicht unempfindlicher: Schon ein punktueller Druck auf eine Scheibe kann sie springen lassen. Lege Schaumstoff oder dicke Decken um alle Seiten, schütze Kanten und Ecken zusätzlich mit Pappwinkeln und decke die Frontscheibe mit Wellpappe ab. Klebeband gehört nur auf das Polster, niemals direkt auf das Glas.
Das Becken wird immer aufrecht auf seinem Boden transportiert, nie auf die Seite gekippt und nie mit Kartons oder Möbeln beladen. Im Fahrzeug stellst du es auf eine rutschfeste Matte, sicherst es mit Spanngurten über dem Polster und füllst freie Lücken mit Decken auf. Der Unterschrank reist getrennt, ebenfalls gepolstert und gegen Verrutschen gesichert.
Fahrt und Ankunft: so klappt es in Castrop-Rauxel
Die Wege in Castrop-Rauxel sind überwiegend flach, trotzdem lohnt sich eine vorsichtige Fahrweise: früh bremsen, Kurven langsam nehmen, über Bordsteine und Bahnübergänge nur im Schritttempo rollen. Wer Richtung Dortmund oder Bochum unterwegs ist, meidet am besten den Berufsverkehr auf A2 und A42, denn Stop-and-go belastet Glas und Tiere. Im Winter sollte der Laderaum temperiert sein, im Sommer gehört die Styroporbox in den Schatten.
Am neuen Standort kommt das Becken zuerst an seinen Platz. Der Untergrund muss eben und tragfähig sein, denn ein Liter Wasser wiegt rund ein Kilogramm. Dann füllst du das Becken, schließt die Technik wieder an und lässt die Tiere erst einziehen, wenn die Temperatur zu der in den Beuteln passt. Gib dabei nach und nach Beckenwasser in die Beutel, damit sich die Fische langsam eingewöhnen.
Besondere Bewohner und größere Becken
Garnelen, Schnecken und empfindliche Fische reagieren stärker auf Wechsel als robuste Arten. Für sie lohnt sich ein eigener Beutel mit einem Teil Pflanzenmaterial, an dem sie sich festhalten können. Bei großen Becken über etwa zweihundert Liter fällt zusätzlich Gewicht ins Gewicht: Hier sollten mindestens zwei Personen heben, und der Weg durch Flur und Treppenhaus wird vorher freigeräumt.
Bei einem Meerwasserbecken kommt Salzwasser dazu, das sich nicht einfach nachfüllen lässt. Wer so ein System besitzt, plant den Transport mit Fachleuten und kümmert sich frühzeitig um passende Behälter.
Fazit: So bleibt dein Aquarium beim Transport heil
Plane genug Zeit ein, trenne Tiere, Technik und Becken konsequent und polstere das Glas rundum. Wer sich das nicht allein zutraut, kann den Umzug mit Aquarium von Profis begleiten lassen. Dann kommen Becken und Bewohner in Castrop-Rauxel unversehrt an.